Stralsund – neuer Glanz nach 25 Jahren

Beitrag im ZDF
02.10.2015 / Ausstrahlung (tlw.) im Morgenmagazin

Als die Stralsunderin Yvonne Engelmann zum ersten Mal Bilder ihrer Heimatstadt aus der Wendezeit sah, konnte sie es kaum glauben. Sie war damals elf Jahre alt, wuchs in einer Plattenbausiedlung auf und kam nur zum Einkaufen in die Altstadt. Sie beschloss einen Film über die Menschen zu drehen, die mit viel Herzblut und Engagement ihre Stadt wieder aufgebaut haben.

Quelle: ZDF Heute Mediathek

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Foto: Christian Rödel, arguseye

Filmszene:
Stralsund nach der Wende

Artikel im à la carte-Magazin
Ausgabe August/September 2015

Erinnerungen können trügerisch sein: Sie blenden aus oder geben nur einen eingeschränkten Blick auf das Schöne. So ging es auch der Stralsunderin Yvonne Engelmann, als sie rein zufällig über alte Fotos aus ihrer Heimatstadt stolperte.

Quelle: à la carte Archiv · Seite 140 (externe Verlinkung)

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Filmszene:
Stralsund nach der Wende

Seit über hundert Jahren werden auf den Inseln Rügen und Hiddensee sowie in der Hansestadt Stralsund Filme gedreht. Wir wenden uns in dieser Ausgabe einem Dokumentarfilm zu.

Erinnerungen können trügerisch sein: Sie blenden aus oder geben nur einen eingeschränkten Blick auf das Schöne. So ging es auch der Stralsunderin Yvonne Engelmann, als sie rein zufällig über alte Fotos aus ihrer Heimatstadt stolperte. Diese do­kumentierten den baulichen Zustand der Altstadt zwischen 1990 und 2010. Zweifellos ist der Blick aus heutiger Sicht zum Teil erschütternd und ließ auch bei ihr die Frage aufkommen: ,,Sah es wirklich so schlimm aus?“ Und so machte sich die Stralsun­derin auf die Suche nach dem Gestern und suchte den Vergleich zum Heute, sprach mit Zeitzeugen. Das Ergebnis ist ein Dokumentarfilm, den man als eine Liebeserklärung an Stralsund ansehen darf. In­haltlich geht es sowohl um die Ausgangssituation – eine im totalen Verfall befindliche Altstadt – als auch um den Kampf um deren Erhalt, die Sanie­rung und einer städtebaulichen Ergänzung des historischen Ensembles. Der Wechsel zwischen dem Rückblick in Gesprächen und dem zum Teil noch ungezeigten Bildmaterial ist dabei gelungen. Anschaulich wird so die Reflektion eines Architekten, eines Restauratoren, der Städtebausanierer, engagierter Bürger und einer Stadtführerin in Szene gesetzt. Sie erzählen ihre Geschichte so lebensnah, dass auch der unbeteiligte Betrachter – der Spät­geborene oder Tourist – das Verständnis für einen damals geradezu einmaligen Entwicklungsprozess aufbringt.
Der Film von Yvonne Engelmann ist erst kürzlich uraufgeführt worden und nun auch mit einem Ti­telfoto von Robert Schreiber auf DVD erschienen. Sollten Sie dieser Artikelserie schon längere Zeit folgen, und die vorgestellten Filme sammeln, dann darf diese Dokumentation auf keinen Fall fehlen. www.stralsund-film.de

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Quelle: à la carte

Filmpremiere:
Stralsund nach der Wende

Artikel in der Ostsee-Zeitung
03.07.2015

Stralsund – Popcorn – süß oder ge­salzen am Eingang, der abgedun­kelte Raum angenehm klimatisiert, Stuhlreihen, die bis auf den letzten Platz besetzt sind. Nur der Gong fehlt. Stralsunds Löwenscher Saal verwandelte sich am Mittwoch­abend in ein Kino zur Premiere des Films „Stralsund nach der Wen­de“. …

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Liebeserklärung einer jungen Grafikerin an ihre Heimatstadt

Yvonne Engelmann (37) lebt in Berlin. Stralsunds Entwicklung nach der Wende berührt sie so, dass sie einen Film daraus machte.

Von Marlies Walther
Stralsund – Popcorn – süß oder ge­salzen am Eingang, der abgedun­kelte Raum angenehm klimatisiert, Stuhlreihen, die bis auf den letzten Platz besetzt sind. Nur der Gong fehlt. Stralsunds Löwenscher Saal verwandelte sich am Mittwoch­abend in ein Kino zur Premiere des Films „Stralsund nach der Wen­de“. Und was wäre der erste Satz im Kino: Handys aus, scherzt OB Alexander Badrow (CDU).
Das hätte er eigentlich gar nicht sagen müssen. Kaum erscheinen die ersten Bilder von gruseligen Haus-Ruinen und maroden Fassa­den auf der Leinwand, herrscht atemlose Stille. Die hält 30 Minu­ten an, bis der letzte Name auf dem Abspann verschwindet. Dann bran­det der lange Applaus der 140 gelade­nen Gäste auf. Bestens aufgelegt tritt Filmautorin Yvonne Engelmann ans Mikro und ist froh, dass sie „weder mit Tomaten, noch mit Eiern beschmissen wurde“. Also müsse das Ergebnis des Projektes, das sie mehr als ein Jahr beschäftig­te, so schlecht nicht sein, gibt sie er­leichtert ihre Gefühle preis. Und seitdem kriegt sie das „Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht“, wie sie uns gestern sagte. Sie freue sich über die unglaublich positive Reso­nanz und die vielen Anfragen.
Zu einem Projekt, das ihrer Fami­lie und ihren Freunden sehr viel Ge­duld abverlangt habe, weil sie nur noch ein Thema kannte. Finanziert komplett aus Eigenmitteln, „weil ich unabhängig sein wollte, weil ich Stralsund so zeigen wollte, wie ich es schön finde“, erklärt die 37-Jährige, die in Berlin als selbst­ständige Grafikdesignerin arbei­tet. Ihr Mann ist in der Hauptstadt Inhaber eines Restaurants und ei­nes Biergartens.
Film ist für Yvonne Engelmann ein „super schönes Medium“, um „Emotionen rüber zu bringen“. Elf Jahre alt war die gebürtige Stral­sunderin, die am Herder-Gymnasi­um ihr Abi machte, zur Wende. Vor einiger Zeit sei sie über ein privates Video gestolpert, das den Zustand der Altstadt Mitte der 90er-Jahre zeigte. „Ich erkannte die Häuser, die Straßen … , aber war die Innen­stadt wirklich so verfallen und trost­los?“ fragte sie sich.
Inspiriert von diesen Aufnah­men, sei ihr die Idee gekommen, die Verwandlung Stralsunds in ei­nem Film zu zeigen. Und das ist ihr „sehr gut gelungen“, findet Zu­schauerin Annett Knoll (38), die aus Sassnitz stammt und jetzt mit „anderen Augen durch die Stadt“ geht. Die alten Aufnahmen haben auch Verkäuferin Dana Krüger (31) fasziniert. Der Stralsunder An­dreas Klar, der einen Teil des priva­ten Materials zur Verfügung ge­stellt hatte, findet die Qualität und den Vergleich von Alt und Neu be­eindruckend.
Alexander Badrow nennt den Streifen, der von großer Heimatlie­be geprägt sei, „bombastisch“. Für Dieter Bartels, Vorsitzender des Bürgerkomitees „Rettet die Alt­stadt“, den Yvonne Engelmann ne­ben vier weiteren Stralsundern im Film interviewt, ist er ein wichtiges „Zeitdokument“. Ihre Gefühle zur Wende schildert darin auch Stadt­führerin Dagmar Fromme. Sie ist froh, „dass der Film so geworden ist, denn was in Stralsund entstand, zeugt von sehr viel Bürgerstolz“.

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Quelle: Ostsee-Zeitung

Filmpremiere:
Stralsund nach der Wende

Beitrag auf NDR1 Radio
02.07.2015

Yvonne Engelmann hat ihre Heimatstadt Stralsund porträtiert. In ihrem Film „Stralsund nach der Wende“ dokumentiert sie die Veränderungen – ein Zeitdokument.

Beitrag anhören:

Mit freundlicher Genehmigung von Julia Voigt

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Foto: Stephan Müller

Filmpremiere:
Stralsund nach der Wende

Beitrag im Nordmagazin
08.07.2015 / 19:30 Uhr

Yvonne Engelmann hat ihre Heimatstadt Stralsund porträtiert. In ihrem Film „Stralsund nach der Wende“ dokumentiert sie die Veränderungen – ein Zeitdokument.

Quelle: NDR Mediathek

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Quelle: NDR Mediathek

© Yvonne Engelmann